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ELECTRICAL JUNGLE - Stuttgart

Beginn:
25.11.2022, 20:00 Uhr
Ende:
-

MUSIKTHEATER UND KLANGPOESIE VON KINGA TÓTH UND SILVIA ROSANI

2020 hat die ungarische Regierung das Abkommen der Europäischen Union zur Ahndung häuslicher Gewalt, abgelehnt. Die Performance bietet dem Publikum die Möglichkeit zu erkunden, wo Gewalt beginnt und die Verantwortung für die Fernkontrolle, mit der Technologie uns ermächtigt. Durch eine Nachstellung einer ungarischen Volksballade zeigen Kinga Tóth und Silvia Rosani, wie eine Frau in einem modernen Haushalt „eingemauert“ und von ungreifbaren-Agenten-gesteuerten Haushaltsgeräten bedroht werden kann.

Kinga Tóth und Silvia Rosani haben sich 2013 an der Akademie Schloss Solitude als Fellows getroffen und seitdem denken und arbeiten sie zusammen an Themen wie Geschlechterungleichheiten, die Beziehung Mensch-Natur, Interdisziplinarität und die Rolle der Frauen in der Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. In ihrem Projekt ELECTRICAL JUNGLE reagieren sie mit den Mitteln der Kunst auf männlich dominierte Gesellschaftsstrukturen. Grundlage des transdisziplinären Projekts ist zum einen das Gedicht „Maurersfrau“, das Kinga Tóth schrieb, als das ungarische Parlament die Istanbul‐Konvention des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen nicht ratifizierte, zum anderen die feministische Theorie von Rosi Braidotti, die Frauen mit Maschinen und Monster verbindet.

In dem 2020 entstandenen Text spürbar sind die Bewunderung für Frauen, die stark genug sind, um die sie einmauernden Steine zu zerschlagen, die sanfte Zuneigung für Kinder, die sich vor den Schlägen ihrer Väter so sehr fürchten, dass sie sich in die Fußmatte einweben, aber auch Mitgefühl für die Täter von häuslicher Gewalt. Die Frauen in Kingas Texten sind außerdem so leicht und in menschengemachte Stoffen oder natürliche Elemente eingebettet, dass sie von der Antenne des Hauses wegzufliegen scheinen, wahrscheinlich um andere Maurersfrauen zu erreichen oder mit ihnen zu kommunizieren.

In einem stilisierten Haus, dessen Geräte von einer von Silvia Rosani entwickelten App gesteuert werden, erfahren Besucher*innen Fremdeinwirkung, Hierarchie sowie Gefühle der Ohnmacht. Die Szenerie wird durch „organlose Frauen“ der visuellen Künstlerin Szabina Péters ergänzt, im Sinne einer grundsätzlichen Offenheit für jegliche Zusammenschlüsse mit anderen Frauen oder Naturelementen. Das “Haus der Maurersfrau” wird 25.11.2022 eine Aufführung der beiden Künstler beherbergen. Am 26.11.2022 können die Besucher*innen eine von den Künstlerinnen geführte Tour durch das Haus machen.

Realisiert im Rahmen des Hannsmann-Poethen Literaturstipendiums der Landeshauptstadt Stuttgart.

Foto: Szabina Peter, Kristóf [blanche de vidiot], Janos Bodnar

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